Traditionen normalbürgerlichen Protestes
Traditionen normalbürgerlichen Protestes Wie ich neulich schon schrieb, lese ich derzeit zum zweiten Mal Peter Schneiders hervorragende, differenzierte Autobiografie REBELLION UND WAHN. MEIN 68 von 2008. Darin kann man auch sehr sch�n sehen, wie durchg�ngig die Protestformen der nach Eigenverst�ndnis nicht-rechten, normalen B�rger sind. In Hexes verrostetem und selten geleertem Briefkasten fanden sich anonyme Botschaften, in denen urdeutsche, noch nicht �berwundene Schimpfw�rter wiederkehrten: Hure, Schlampe, Judensau. Immer wieder wurde das Klingelschild abgeschraubt oder der Name auf dem Briefkasten geschw�rzt. (Seite 41) Schon vor Monaten hatte Gretchen Dutschke mir erz�hlt, da� sie in ihren st�ndig wechselnden Wohnungen mit Kothaufen vor der T�r und Ha�parolen wie "Vergast Dutschke!" bel�stigt wurden. Betrunkene Bauarbeiter und auch Taxifahrer machten sich einen Spa� daraus, Dutschke zu jagen, wenn sie ihn im Auto oder auf der Stra�e entdeckten. [...] Die Stimmung vieler ...